Erlebt
Samuel über Topf sucht Deckel
09.12.09 Hallo liebes Topf-Sucht-Deckel-Team, ja danke, wollte auch sagen dass ich das ganze ein super Konzept finde. Man lernt viele Leute kennen, wird selbst vor Gesprächssituationen gestellt und muss nicht selber auf Leute zugehen, ist auch mal praktisch, die Zeit in der 6er- Runde ist begrenzt, ist denk ich keinem zu lang. Natürlich ist es auch anstrengend und natürlich erzählt man mind. 3 mal am Abend was man so macht, aber das ist es ja gerade. Also wem das zuviel ist der braucht ja nicht kommen. Alles in allem eine super Sache, auch alle denen ich was davon erzählt habe fanden es super. Viele Grüße Samuel
Annette über Topf sucht Deckel
Hallo Kristin, hallo Sandra, nachdem Du, liebe Sandra, mich beim Abschied nochmal ausdrücklich ermuntert hast, Feedback zu geben, schreibe ich Euch heute ein paar Zeilen. Ganz ehrlich: Es war ein supertoller Abend und ich habe mich in den drei Gesprächsrunden und auch bei der Party gut unterhalten. Die Art des Events führt wohl auch dazu, dass sich offene, engagierte, tatkräftige Leute melden, die gerne mit anderen ins Gespräch kommen. Auch das Spiel am Ende fand ich gut. Man hätte es noch ein wenig verzögern können, indem man die Regel aufgestellt hätte, dass man nicht sagen darf, wer man ist, sondern der andere es durch Fragen herausfinden muss. Toll, dass Ihr all diese Arbeit investiert habt. Ich hoffe, Euch fällt es mit der Zeit immer leichter, nachdem Ihr ja nun schon alle Texte formuliert habt und alles perfektioniert habt. Mich würde es freuen, wenn Ihr es schafft, dass ca. im 2- bis 3-Monats-Rhythmus zu machen. Denn dann könnte man es wirklich seinen Freunden empfehlen, aber gleichzeitig dafür sorgen, dass nicht nur Leute, die man selber kennt, dabei sind. Und dann selber auch mal ein Treffen auslassen. Euch weiter eine gesegnete Zeit, Grüße ans Team, Annette M.
ERF Artikel: Topf sucht Deckel – Kochen für Singles
Bei der Kochaktion geht es aber nicht nur darum, einen Partner zu finden. “Im Vordergrund steht, einen lustigen Abend zu verbringen und neue Leute kennen zu lernen”, sagt Kristin Mansel. Doch manchmal funkt es tatsächlich. So wie bei Sandra Hans, die bei der Food Rallye ihren passenden „Deckel“ gefunden hat. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen mit der Aktion:
ERF.de: Wie haben Sie von “Topf sucht Deckel” erfahren?
Sandra H.: Ich habe die Aktion mit organisiert. Letztes Jahr über den 1. Mai sind drei Freundinnen und ich in eine Hütte in die Berge gefahren. An einem Abend haben wir uns Gedanken über unser Singledasein gemacht und beschlossen, selbst etwas zu unternehmen. So kam uns die Idee für “Topf sucht Deckel”. Weil uns allen wichtig war, unseren Glauben mit unserem zukünftigen Partner zu teilen und wir den Eindruck hatten, dass sich viele christliche Singles in den Gemeinden in einer ähnlichen Situation wie wir befinden, wollten wir speziell etwas für christliche Singles aus München und Umgebung auf die Beine stellen. Nachdem die Idee Gestalt annahm und ein erster Termin gefunden war, haben wir unseren kompletten Bekanntenkreis abgeklappert und Leute eingeladen.
ERF.de: Warum haben Sie bei der Aktion mitgemacht? Was haben Sie sich erhofft?
S.H.: Ich habe mir einen schönen und harmonischen Abend gewünscht und als Mitglied des Orga-Teams gehofft, dass alles gut klappt. Klar habe ich mir auch ein bisschen erhofft, dabei einen Partner zu finden, wenn auch nicht unbedingt an diesem Abend, weil das nicht die erste Aktion war, die wir gestartet haben.
ERF.de: Wie viele Leute waren bei Ihrer Food-Rallye dabei?
S.H.: Bei der Veranstaltung, bei der ich meinen Freund kennengelernt habe, waren insgesamt 36 Leute dabei. Ich war auch Gastgeberin an diesem Abend. Bei mir waren immer sechs Leute gleichzeitig in unterschiedlicher Besetzung für die einzelnen Gänge.
ERF.de: Wie ist das abgelaufen, welche Aufgabe hatten Sie?
S.H.: Ich war Gastgeberin während des Essens. Mit meinem Kochpartner habe ich zusammen den Hauptgang vorbereitet. Wir haben Gans gekocht (das hätte ich mir alleine nie zugetraut!) und alle waren begeistert. Außerdem hat die Party nach dem Essen in meiner WG stattgefunden, weil ich relativ viel Platz habe, meine Mitbewohnerin einverstanden war und die Wohnung für alle gut zu erreichen war.
ERF.de: Sie haben ja Ihren „Deckel“ dabei gefunden. Wie hat es denn gefunkt?
S.H.: Meinen “Deckel” habe ich erst auf der Party nach dem Essen gefunden. Zwischen mir und meinem Kochpartner sowie den anderen Gästen hat es nicht gefunkt. Mit meinem jetzigen Freund habe ich mich während der Party unterhalten. Außerdem ist er bis zum Schluss geblieben um mir beim Aufräumen zu helfen… Sehr nett!
ERF.de: Haben Sie damit gerechnet, dass sie dort tatsächlich Ihren “Deckel” finden?
S.H.: Ich hatte keine riesigen Erwartungen an die “TsD”-Aktion, sondern habe mich einfach darauf gefreut, einen schönen Abend zu verbringen und ein paar neue Leute kennen zu lernen. Insgeheim habe ich natürlich schon ein bisschen gehofft, dass es vielleicht irgendwann mal klappen könnte. Immerhin hatte sich gleich nach der ersten Aktion auch schon ein Pärchen gefunden.
ERF.de: Wie ist es danach weitergegangen?
S.H.:Während der Party gab es die Möglichkeit zu bestimmen, an wen die eigene E-Mail-Adresse weiter gegeben werden darf. Mein jetziger Freund hatte mich angegeben, sodass ich seine E-Mail erhielt. Am Ende des Abends hatten wir aber schon ausgemacht, dass wir uns wieder treffen wollen. Wir haben uns das erste Mal nach dem “TsD”-Abend in einem Cafe getroffen. Danach haben wir dann ein paar Mal was zusammen unternommen. An einem Wochenende Anfang Dezember 2008 waren wir zusammen auf den Weihnachtsmarkt und seitdem sind wir offiziell ein Paar und sehr glücklich.
ERF.de: Kannten Sie ihn schon vorher und hätte es auch ohne “Topf sucht Deckel” gefunkt?
S.H.: Nein, wir kannten uns noch nicht vorher. Vermutlich hätten wir uns über eine gemeinsame Freundin früher oder später kennen gelernt. Das hätte aber bestimmt bis zu ihrem Geburtstag, ein Dreivierteljahr nach diesem “TsD”-Abend, gedauert!
ERF.de: Was fanden Sie gut, was eher schlecht?
S.H.: “TsD” finde ich generell super. Nicht nur, dass man die Möglichkeit hat, neue Leute kennen zu lernen und vielleicht sogar sein Singledasein an den Nagel zu hängen. Ich habe bei den Abenden auch viel von anderen Christen gehört und über deren Gemeinden erfahren. Organisatorisch gab es nach dem Abend, an dem ich meinen Freund kennenlernte ein paar Kleinigkeiten zu verbessern. Beispielsweise war die Auswertung der Fragebögen, an wen die E-Mail-Adresse weitergegeben werden darf, sehr aufwendig und zeitintensiv.
ERF.de: Würden Sie anderen raten, da mitzumachen? Wenn ja, warum?
S.H.: Klar, auf jeden Fall. Und viel mehr: Ich möchte nicht nur zum Mitmachen, sondern auch zum Nachahmen einladen. “TsD” kann man in jedem Ballungsraum mit gutem öffentlichem Nahverkehr durchführen. Und es ist auf jeden Fall spannend und macht Spaß dabei zu sein! Man kann neue Leute kennenlernen, vielleicht auch die Nachbarn von zwei Straßen weiter, bekommt Einblicke in andere christliche Gemeinden. Es haben sich auch schon Geschäftskontakte angebahnt und Rezepte wurden ausgetauscht.
ERF.de: Tipps für Leute, die so etwas auch gern machen wollen?
S.H.: Man braucht mindestens drei sechser Gruppen, also insgesamt 18 Leute. Davon müssen drei Leute, die nicht allzu weit auseinander wohnen, bereit sein, Gastgeber für diesen Abend zu sein und das Hauptgericht kochen. Das Verhältnis von Köchen zu Köchinnen muss ausgewogen sein, so dass jeder nach einem Gebet einen Kochpartner zugelost bekommt. Zusammen mit seinem Kochpartner tingelt man dann von Gang zu Gang bzw. macht den anderen die Tür auf. Eine Party für alle danach ist eine gute Sache, denn man lernt beim Essen zwangsläufig nie die Leute kennen, die den gleichen Gang zubereiten wie man selbst.
ERF.de: Danke für das Interview.
Autor: Swanhild Zacharias
